Wie sag ich´s meiner Familie?

Eigentlich wollte ich die Nachricht meiner Schwangerschaft in der Familie erst nach der 12. Woche verkünden, aber meine Oma hat am Montag „runden“ Geburtstag und wir sehen uns nur sehr selten, weil sie so weit weg wohnt.

Aber dafür telefonieren wir ziemlich oft miteinander. Es fällt mir sehr schwer, dass ich sie seit Wochen anschwindeln wenn sie fragt wies mir geht. Zu gerne würd ich ihr erzählen dass meine Erkältung wegen der ich im Bett lag garkeine war….

Ich weiss, dass sie sich für mich freuen wird, dass es endlich geklappt hat und dass sie sich freuen wird eine URoma zu werden. Da wir nicht zu ihrem Geburtstag hinfahren können, hab ich heute ein bisschen gebastelt…

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Ich habe eine Mini-Mütze gehäkelt und das letzte Ultraschallbild kopiert und in einen Bilderrahmen geklebt.
Das ganze geht heute per Päckchen in die Post und sollte pünktlich am Montag zum Geburtstag bei ihr sein.
Nun bin ich mal auf ihre Reaktion gespannt.

Naja.. und ein gutes hat die Sache…. wenn Oma es weiss, dann weiss es recht schnell auch der Rest der Familie. Meine Eltern, zu denen ich sowieso ein eher schlechtes Verhältnis habe, finden unseren Kinderwunsch „übertieben“ und lehnen eine künstliche Befruchtung generell ab. Warum auch immer.

 

 

 

Der letzte Besuch in der Kiwu-Klinik

Heute, an 6+3 war der lang ersehnte letzte Besuch in der Kiwu-Klinik.  Komisches Gefühl, denn irgendwie hab ich mich fast schon dran gewöhnt hier manchmal mehrmals die Woche hin zu fahren.

Heute wurde ich ein letztes Mal untersucht.
Vor ein paar Tagen war da nur die Fruchthöhle mit Dottersack und nem Böhnchen… jetzt zeigte sich ein kleiner Gummibär. Leider kann man das auf dem Foto ja nicht sehen, aber das HERZCHEN bubbert fleissig vor sich hin!!!

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Habt ihr die Steine purzeln hören? Es ist alles in Ordnung.
Der Doc sagt, er sieht dort eine völlig intakte und zeitgemäß entwickelte Schwangerschaft und er will mich jetzt erst wieder zum Geschwisterchen-Projekt wiedersehen.

 

Zuhause angekommen hab ich dann gleich mal online einen Termin bei meiner neuen Frauenärztin hier in der Nähe für nächste Woche gemacht.

Zerstören Kinder unsere Freundschaft?

Die Bloggerin Herzmutter hat eine Blogparade gestartet, an der ich gern teilnehmen würde. „Zerstören Kinder unsere Freundschaft?“ ist ihre Frage und ich versuche mal zu antworten, denn für mich gilt hier ein eindeutiges JA!

Ich weiß, dass für viele Frauen das Kinder bekommen das Normalste und Einfachste der Welt ist. Als Kinderwunsch-Patientin ist das aber leider ganz anders und deswegen ist unsere Gefühlswelt so oft auf die Probe gestellt.

In all den Jahren, in denen ich nun schon meinen Kinderwunsch aktiv verfolge habe ich viele viele Freundinnen gehabt. Immer wenn sie schwanger wurden, ist unsere Freundschaft zerbrochen oder der Kontakt eingeschlafen. Nicht, weil sie plötzlich wegen dem Kind keine Zeit mehr hatten, sondern weil ICH es einfach nicht mehr ertragen konnte.

In meinem Freundeskreis wurden zwischen 20 und 30 plötzlich gefühlt ALLE schwanger… nur ich nicht!
Ich habe mich von schwangeren Freunden distanziert und nur bei einigen wenigen erst nach Jahren wieder Kontakt aufgenommen.
Der Neid nicht an ihrer Stelle zu stehen, die Sehnsucht und das Gefühl nicht dazuzugehören und der Hass auf den eigenen Körper hat meist dazu geführt, dass ich der jeweiligen Freundin erst lächelnd gratulierte und dann später heulend zuhause saß.

Ich würde mir wünschen, dass meine Freundinnen ehrlich sind, vielleicht einfach mal offen nachfragen wie sie mit dem Thema umgehen sollen und vielleicht auch, dass sie sich mit gewissen Themen zurückhalten. Wenn ich mich gerade in der Warteschleife befinde ist es nämlich nicht angenehm, mit einer Freundin darüber zu diskutieren, dass sie mit der Schwangerschaft völlig überfordert ist und sich gerade überlegt abtreiben zu lassen. Für solcherlei Gedankengänge bin ich einfach der falsche Ansprechpartner!

Von echten Freundinnen erwarte ich ein bisschen mehr Einfühlungsvermögen.
Ich erkenne aber auch, dass es für schwangeren Freundinnen schwer sein kann mit MIR umzugehen.
Da gab es z.B. diese eine Freundin, die bereits einen deutlichen Babybauch bekam und als ich sie schließlich darauf ansprach sie mir sagte, dass sie tatsächlich Angst hatte, mir von ihrer Schwangerschaft zu erzählen, weil sie eben wusste, wie mir das weh tun würde. Ich fand das sehr lieb von ihr, habe aber trotzdem erst letzten Sommer wieder Konrtakt aufgenommen. Ihr Sohn kam da gerade in die Schule.

Eine andere Freundin, die gerade mal 3 Wochen mit ihrem neuen Freund zusammen war, hatte mich genau am Tag an dem ich mein erstes ICSI-Negativ bekam angerufen mit den Worten „Ey Du, ich komm jetzt erstmal nicht mehr zu dir, du hast Katzen und ich bin glaub ich schwanger!“  Die Schwangerschaft hatte sich dann auch noch bestätigt, der Freund war schneller weg als sie gucken konnte und sie hatte eine verdammt schwierige Schwangerschaft. Eigentlich war sie eine ganz arme Socke. Aber ich konnte nicht für sie da sein. Ich habe den Kontakt quasi direkt nach ihrem Anruf abgebrochen. Ich konnte mich nicht für sie freuen und habe ihr insgeheim sogar gegönnt, dass sie so eine schwere Schwangerschaft hatte.
Im Nachhinein schäme ich mich für solche Gedanken, aber sie waren einfach da. Ich konnte mich bisher noch nie für eine schwangere Freundin freuen. Vielleicht wird das jetzt anders, wenn ich selbst ein Kind habe und dazugehöre?

Meine einzige wirklich langjährige Freundin hat immer und immer wieder beteuert, dass sie Kinder doof findet und niemals eigene Kinder haben möchte. So eine Freundin war perfekt für mich.Bei ihr konnte ich meine Sorgen und Ängste los werden und brauchte keine Sorge haben, dass sie eines Tages verkündet schwanger zu sein.
Wir haben uns jetzt wegen etwas anderem zerstritten und ich hätte sie trotzdem gerade JETZT gerne an meiner Seite.
Ich würde ihr gern die Ohren vollheulen wie beschissen es mir gerade in der Frühschwangerschaft geht, von meinen Ängsten berichten und mir von ihr sagen lassen, dass alles wieder gut wird…. aber da stehen mir gerade nicht nur mein Stolz sondern warscheinlich auch meine Hormone, die mich aufbrausen lassen im Weg….
Ja, Kinder zerstören Freundschaften! 😦

Der Krimi geht weiter…

Heute hatte ich einen ganz gemütlichen Tag. Morgens lang geschlafen, dann kurz auf unserer Baustelle vorbeigeschaut, dann hab ich bei ner Freundin auf dem Sofa rumgesessen und Kaffee getrunken ( Bzw. Birnen-Melissen-Mineralwasser), kurz mit dem Hund Gassi gewesen und dann bin ich nach Hause aufs Sofa. Dort bin ich dann eingeschlafen und gegen 15 Uhr erst wieder wach geworden. Ich hab mich noch geärgert, dass ich den halben Tag verschlafen hab ohne was sinvolles zu tun aber dann dachte ich mir, der Körper nimmt sich schon, was er braucht. Und er braucht scheinbar im Moment viiiiel Schlaf und Ruhe.

Dann bin ich zu ner anderen Freundin und hab dort etwas abgeholt. Auf dem Rückweg mit dem Auto dachte ich, ich hätte in de Hose gemacht so nass war plötzlich alles im Schritt. Zuhause auf dem Klo kam dann der Schock:

Rotes Blut kam schwallartig aus mir raus. In der Kiwu-Klinik wurde mir telefonisch gesagt, ich sollte ins Krankenhaus fahren.Das haben wir dann auch getan.

Die Fahrt dort hin kam mir wie eine halbe Ewigkeit vor. Ich konnte nicht heulen obwohl mir dazu zumute war.Ich wollte einfach noch nicht hinnehmen, dass es so einfach vorbei geht, aber ich erinnerte mich, dass die Ärztin in der Kiwu-Klinik gesagt hatte braunes But wäre nicht schlimm, schlimm ist es erst wenns rot wird und mensartig ist. DAS heute war rot und mensartig…
Wir mussten nicht sehr lange warten bis ich dran kam. Zuerst sollte ich eine Urinprobe abgeben. Was da raus kam war blutrot. Die Schwester die meine Urinprobe entgegennahm guckte schon ein bisschen geschockt.
Dann kam die Ärztin. Eine sehr sehr nette ältere Dame.
Im Ultraschall war aber noch alles in Ordnung. Es war die Fruchthöle, der Dottersack und etwas was wie ein Baby aussieht zu sehen. Sie sagte es sei alles zeitgemäß entwickelt und sieht aus wie 5+5 (Ich bin heute 5+3)
Die Ärztin hat mich mit den Worten „Viel Glück und bis frühestens Anfang Oktober!“ entlassen.
Jetzt muss ich im Bett liegen. Höchstens zum Klo darf ich laufen. Die nächsten 2 Tage entscheiden ob unser Zwerg bei uns bleiben möchte oder nicht. Ich habe eine irre Angst.

Das erste Foto fürs Familienalbum

Phuuh war das ein Schock, als ich in der Nacht von Sonntag auf Montag ein bisschen Blut auf dem Klopapier sah nachdem ich auf der Toilette war. 😯

Den halben Montag habe ich dann damit verbracht jemanden in der Kiwu-Klinik zu erreichen, aber dort war immer entweder besetzt oder es ging keiner dran. Phuuuh! Meine Nerven lagen blank. Ich habe mir vorgenommen nicht zu googeln oder im Forum nachzulesen, aber ich hab mich trotzdem fast verrückt gemacht.

Als ich endlich jemanden erreichte konnten sie mich etwas beruhigen. Braunes (altes) Blut ist gar nicht so unüblich in der Frühschwangerschaft. Kritisch wirds erst, wenns rotes Blut ist und mehr wird. Da ich ja auch noch Crinone nehme könnte es sein, dass ich durch den Vaginal-Applikator irgendwas verletzt habe. Da unten ist gerade alles sehr sehr doll durchblutet und durchaus empfindlich. Schmierblutungen unter Progesterongel-Anwendung sind durchaus normal.

Trotzdem wurden heute zur Sicherheit eine Blutuntersuchung zur HCG und Progesteronbestimmung und ein Ultraschall gemacht. Das ergebnis vom Bluttest kann ich morgen früh erfragen, das Ultraschall-Ergebnis gab es sofort:

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Da mein Doc nicht da war musste die nette Ärztin ran, die mich schon am letzten Stimmutag behandelt hatte. Sie gratulierte mir zur bestehenden Schwangerschaft und konnte keinerlei Auffälligkeiten entdecken. ALLES SUPER!!!

Gebannt starrte ich auf ihren Ultraschallmonitor. Ganze 8,2mm ist mein kleiner Bauchkrümel, der gerade eher wie eine Kidneybohne aussieht, groß.  Der kleine weisse Punkt in der Mitte ist das Herz. In ein paar Tagen bei der ersten offiziellen Ultraschallkontrolle sollte es bereits sichtbar schlagen.

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Und dann drückte sie mir das Ultraschallbild in die Hände und sagte: „Bitteschön, das erste Foto fürs Familienalbum damit sie sich nicht noch mehr Sorgen machen müssen. Genießen sie es jetzt einfach!“

Jawoll… und das tu ich jetzt auch! 😀

Mein erstes Mal…

Also ähm, nicht dass ich Euch jetzt hier ausführliche Details aus unserem Liebesleben schreiben möchte, aber mein Mann und ich hatten gestern Abend Sex und noch nie(!) war es so wunderschön wie gestern.

Wir haben keine komischen Stellungen ausprobiert oder irgendetwas besonderes getan. Wir haben nicht mal richtig Geschlechtsverkehr gehabt. Wr haben einfach nur intimste Zärtlichkeiten ausgetauscht. Und doch war es anders. Ich bin so unglaublich dankbar für dieses kleine Wunder in meinem Bauch, denn mein Leben verändert sich gerade gewaltig.

Ich konnte mich zum ersten Mal in meinem Leben so richtig fallen lassen und entspannen ohne daran zu denken dass ich vielleicht hoffendlich eventuell von diesem Mal schwanger werden könnte.
Zum ersten Mal musste ich mir keine Gedanken darüber machen, ob mein Mann denn in dieser oder jener Stellung tiefer rein kommt um dem Sperma einen möglichst kurzen Weg zu bescheren.
Zum ersten Mal war es egal an welchem Tag oder zu welcher Uhrzeit wir uns lieben und zum ersten Mal musste ich nicht hinterher ein Kopfkissen drunter legen und die Poobacken zusammenkneifen um zu verhindern dass hinterher irgendetwas wieder rausläuft. Zum ersten Mal war es auch garnicht schlimm, dass das wertvolle Sperma nicht in mich rein sondern ins Laken gespritzt ist. 😉

Mein Mann und ich schlafen schon seit vielen vielen Jahren miteinander, aber das gestern Abend… das war so unglaublich schön.
Und als wir beide atemlos nebeneinander lagen und uns im Arm hielten wurde mir klar, dass dieses Mal „das erste Mal“ war. …. Vorher wars einfach immer nur damit hinterher ein Baby draus entsteht. Wenn wir ab jetzt Sex haben, dann einfach nur noch aus lauter Lust und Liebe.

 

 

Ich bin eine von Euch!

Vor lauter Aufregung wäre es fast unter gegangen, aber hier explodieren gerade die Besucherzahlen. 🙂
Die „Blogschwestern“ sind Bloggerinnen, die über ihren Kinderwunsch bloggen.
Seit heute bin ich offiziell eine von ihnen und wurde hier vorgestellt.

Ich fühle mich nicht mehr allein, ich bin in einer Gemeinschaft.
Ich habe schon ein paar Blogs, denen ich folge und bei denen ich mitfiebere und freue mich, dass diese kleine Blogger-Gemeinschaft immer größer wird.

Ich wünsche mir sehr, das aus allen von uns Blogschwestern bald Blogmamas werden!